Drei Regeln im Umgang mit Eifersucht

rotes Schloss an Zaun

Eifersucht ist ein scheußliches Gefühl. Wobei es sich gar nicht um ein bestimmtes Gefühl handelt, eher um eine Stimmung oder Gefühlslage, aus der heraus sich der eifersüchtige Mensch mit allen möglichen negativen Gefühlen konfrontiert sieht. Manche Menschen erleben in ihrer Eifersucht Wut und Ärger, andere werden traurig und fühlen sich einsam, wieder andere fühlen sich als Versager und zweifeln an sich selbst. Jeder Mensch hat seine eigene schön-grausige Mischung aus schwierigen Gefühlen, die zu seiner Eifersucht gehören.

Kein Wunder, dass Eifersucht nervt. Sowohl unsere eigene als auch die unserer Partner oder Partnerinnen. Sie kann unser Wohlbefinden erheblich stören und es gehört zu den Dingen, gegen die man gerne eine Impfung hätte. Wir wollen Eifersucht nicht haben. Sie ist ätzend und störend.

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Gefühle sind Motherfucker

Erforsche deine Gefühle, sagen die Therapeuten. Lerne dich kennen und drücke deine Gefühle aus, sagen sie. Gefühle werden als die heimlichen Garanten für Glück und Erfolg beworben. Wer mit seinen Gefühlen im Reinen ist, der sucht nicht das Glück. Er hat es bereits.

In einer Welt, die so stark durch den Verstand geprägt, und in der das Gefühl lange Zeit abgewertet und verdrängt wurde, machen diese Ratschläge Sinn. Wer sich nicht fühlen kann, bleibt sich selbst fremd. Wer durch Affekte gesteuert ist, dem fehlt innere Freiheit. Nicht ohne Grund, habe ich viele Jahre meines Lebens der Entdeckung, der Beschreibung, der Auslebung meiner Gefühle gewidmet und ich begrüße diese allgemeine Hinwendung zum Gefühl.

Jedoch, und das ist hier die wichtige Botschaft: Deine Gefühle können dich in die Irre leiten. Du solltest nicht alles glauben, was du denkst und fühlst!

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Paardiologie: Wie werden wir authentisch?

Herz aus Licht

Dies ist eine Liebeserklärung an Martin und Charlotte! Wer den Podcast der beiden noch nicht gehört hat, hier kommt eine dicke Empfehlung! Da sitzen zwei Menschen am Mikrophon und reden miteinander über ihre Beziehung. Sie stellen sich gegenseitig Fragen und vereinbaren, dass sie immer ehrlich antworten. Sie reden über ihre Krisen, über ihre Wünsche und darüber, was sie in der Liebe trennt und verbindet. Seit über 16 Jahren sind die beiden ein Paar und sie wollen das, was sich die meisten Menschen wünschen: bis ans Lebensende miteinander glücklich sein.

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Offenheit ist die Quelle aller Liebe

Da ist dieser junge Student. Ich sehe nur seine Augen. Strahlende, wache, geheimnisvolle Augen. Er fragt mich: „Wollen wir ins Kino gehen? Da gibt es so einen Film, Liegen Lernen, über einen Mann, der die Liebe sucht. Oder Kill Bill, der neue Tarantino, der jetzt in die Kinos kommt? Heute wäre das oder am nächsten Donnerstag?“

Ich höre seine Worte kaum, aber ich höre mich antworten: „Ich geh mit dir ins Kino. Egal, in welchen Film!“. Es ist mir egal, was wir tun. Ich möchte nur JA sagen. Ja, ich will mit dir etwas unternehmen. Ja, ich will dich kennenlernen. Ja, ich will in diese unfassbaren Augen schauen! Verliebtheit, die uns überfällt. Die aus heiterem Himmel das Kommando übernimmt. Die alles relativiert, was einem zuvor wichtig war.

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Wie ich die Liebe lernte

Im Alter von 10 Jahren saß ich das erste Mal beim Therapeuten. Nicht weil ich in einer Krise war, sondern weil mich die Art und Weise, wie hier Menschen miteinander in Kontakt traten, fasziniert und begeistert hat. In den gruppentherapeutischen Settings von Dr. Dr. Wilfried Wieck in Berlin fand ich Vorbilder auf der Suche nach Selbsterkenntnis und Glücksfähigkeit.

Meine Eltern waren aktiv in diesen Pionier-Gruppen der 80er und 90er Jahre, als die Psychologie anfing, breit wirksame Angebote zur Selbstreflexion zu erfinden. Erste mutige Menschen begannen damit, ihre eigenen Verhaltensweisen zu erforschen und selbst dafür zu sorgen, wie sie glückliche Beziehungen führen und dem Leben zuträgliche Entscheidungen treffen.

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