Wie und wofür öffne ich eine Beziehung?

Sieben Köpfe liegen im Kreis

In unserer romantischen Vorstellung von Liebe ist ganz häufig die Idee verknüpft, dass ich nur einen Menschen lieben und begehren kann und es gibt den weit verbreiteten Glauben, dass eine Liebe nicht echt ist, wenn plötzlich das Begehren für einen anderen auftaucht. Allein dadurch fühlen sich Menschen bedroht und sie glauben, dass die Zweier-Liebe dadurch entwertet wird. Das ist aber ein großer Irrtum.

Nur weil ich plötzlich Schmetterlinge im Bauch habe oder meine Lust erwachen spüre, heißt das nicht, dass die Liebesgefühle für meinen Partner automatisch schwächer werden oder ich mich innerlich abwenden muss. Sich selbst einzugestehen, bestimmte Bedürfnisse zu haben, ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer Intensivierung deiner Beziehung.

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Warum reden wir über Polyamorie? Und wie können monogame Paare davon profitieren?

kuschelndes Paar mit roter Mütze

In unserer Kultur ist das monogame Beziehungsmodell das Idealbild. Gleichzeitig erleben viele monogame Paare, dass ihre Sexualität einschläft oder unharmonisch ist und dass Beziehungen häufig dann scheitern, wenn einer der beiden Partner fremdgeht. Fremdgehen leitet aber nicht zwingend das Ende einer Beziehung ein und es ist auch kein Zeichen dafür, dass die Beziehung grundsätzlich schlecht ist. Es deutet auf einen ganz anderen Zusammenhang hin.

Zum einen ist da unsere Biologie. Unsere Gehirne sind so beschaffen, dass sie sich für das Neue interessieren, für das Fremde, für diese Aufregung, die in dir entsteht, wenn du dich beim Kennenlernen eines neuen Menschen ganz neu erlebst. Das genießen wir und das zieht uns an. Auch die Hormone, die dabei entstehen, die aufregenden Hochgefühle. Das gibt uns die Wahrnehmung lebendig und gewollt zu sein. 

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Wie geht Couple Care?

verliebtes Paar im Park

Nach der Phase der Verliebtheit beginnt die Phase der Alltags-Findung. Ihr seid nicht nur Paar, ihr seid auch Arbeitnehmer, Eltern, Freunde, Kinder eurer Eltern… So viele Anforderungen des Lebens wollen eure Aufmerksamkeit und es ist nicht einfach, den Raum des Paares zu halten und zu gestalten. Wenn es aber euer Wunsch ist, dass eure Liebe ein Leben lang hält, dann braucht das ebenfalls eure Kraft und eure Zeit. Denn Liebe ohne Mühe verkommt zu Pflichten und Regeln. Sie stirbt über kurz oder lang, wenn sie nicht aktiv gelebt wird.

Daher ist die erste Regel einer guten Couple Care: Schafft Raum für Begegnung und Dialog. Dieser Raum sollte so fest im Terminkalender stehen wie der Arbeitsbeginn am Montagmorgen. Sie darf keine Verschiebemasse sein, die dann noch Raum findet, wenn die Zeit es zulässt. Andersherum wird geplant: Erst die Paarzeit und dann der Rest. Täglich, wöchentlich, monatlich.

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An alle glücklichen Paare: Liebe braucht Couple Care

Jedes Liebespaar – auch das Glücklichste unter uns – gerät früher oder später in eine Krise. Das liegt in der Natur der Sache. Liebe ist nicht einfach da. Sie will immer wieder neu erschaffen werden. Sie braucht Futter und Aktivität, Entwicklung und Fortbewegung. Liebe ist nicht starr und nicht statisch. Genauso wie wir selbst uns ständig verändern, verändert sich auch die Dynamik innerhalb einer Liebesbeziehung.

Genau genommen ist es sogar ein großes Wunder, wenn Liebe über viele Jahre gelingt, denn es sind schließlich zwei Menschen, die sich verändern und die immer wieder das Verbindende zwischen ihnen beiden finden müssen. Und wir gehen meistens ziemlich unvorbereitet in unsere Liebesbeziehungen. Niemand hat uns beigebracht, was die Liebe braucht.

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